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Überparteilich!

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Bundesweit!

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Basisdemokratisch






Was wir fordern

Basisdemokratische Wahl der Schülervertreter

Im Rahmen des aktuellen Wahlsystems der Schülervertretungen wählt die Versammlung aller Klassen- und Kurssprecher (auch Schülerrat genannt) jeder Schule Delegierte für die Kreis- oder Stadtschülervertretung und diese wiederum Delegierte für die Landesschülervertretung. Dieses verschachtelte Verfahren ist für uns Schülerinnen und Schüler an den Schulen undurchsichtig und oftmals sogar unbekannt. Es ist erschreckend festzustellen, dass die überwältigende Mehrheit der Schüler nicht einmal die Namen ihrer direkten Vertreter auf den übergeordneten SV-Ebenen kennt. Doch ohne Rechenschaft der politisch Handelnden entsteht statt der Vertretung aller Schülerinteressen eine interessen- und klientelgeleitete Hinterzimmerpolitik. Die Schüler Union fordert daher die Direktwahl aller Schülervertreter auf Schulebene und der Delegierten auf Kreis-/Stadt-, und Landesebene. Dieses Verfahren garantiert die Bekanntheit der Delegierten für die nächsthöhere Ebene und sorgt so für einen wechselseitigen Informationsfluss.  Die Wahl des Vorstands auf Kreis-/Stadt- und Landesebene soll durch die demokratisch gewählten Delegierten erfolgen, da diesen die Abschätzung der geeignetsten Kandidaten aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen eher möglich ist. Dabei soll durch Ausschreibung der Wahlen aller Ebenen jedem Schüler die Gelegenheit gegeben werden sich in den Vorständen einzubringen. Als übergeordnete Schülervertretung sollen die Vorstände schulübergreifender Ebene ein Abbild von Schülern aller Schulformen darstellen. Die transparent gestaltete und offene Wahl legitimiert zur Vertretung aller Schüler, regt Interesse an demokratischen Abläufen und lässt junge Menschen für ihre Mitschüler Verantwortung tragen.
  Um den Aufwand des Wahlprozesses möglichst zu minimieren, soll dieser auf einem Online-Wahlsystem basieren. Nur so ist eine Durchführbarkeit auf breiter Ebene überhaupt gewährleistet.

Unabhängigkeit der Schülervertretungen

Im Mittelpunkt der Arbeit der Schülervertretung steht die Interessensvertretung unserer Schulgemeinschaft. Die Schülervertretung muss im Sinne unserer Mitschüler handeln und darf sich in   keinster Weise parteipolitisch instrumentalisieren lassen.

Der Sinn und Zweck dieses Gremiums liegt nämlich nicht wie bei  parteipolitischen Schülerorganisationen in der Vertretung bestimmter Grundüberzeugungen und Ausrichtungen, welche sich in entsprechenden Forderungen ausdrücken, sondern im absolut unabhängigen und objektiven Einsatz für die Belange der Schüler! Wir fordern daher eine parteiübergreifende Vertretung für die Belange der Schüler in Form eines transparenten und demokratisch legitimierten Schülerparlaments. Nur so kann eine objektive und unabhängige Repräsentation der Schülerschaft gewährleistet werden.

Vertrauenslehrer stärken – Verbindungslehrer abschaffen

An vielen Schulen gibt es bereits Vertrauenslehrer, die als Bindeglied zwischen Schülerschaft, Lehrerkollegium und Schulleitung fungieren. Zudem sorgen sie für eine  kontinuierliche Arbeit und bieten eine starke Unterstützung trotz hoher Fluktuation der Schülervertreter an den Schulen. Diese Vertrauenslehrkräfte sollen von allen Schülern der Schule gewählt werden, da sie sich für die Interessen der Schüler einsetzen. Wir setzen uns ausdrücklich die für Einrichtung und Erfüllung dieses wichtigen Amtes ein.

Die Vertretung von Schülern muss in der gesamten Schulgemeinde, in dessen Mittelpunkt der Schüler steht, geschehen. Die Auseinandersetzung und Zusammenarbeit mit Eltern- und Lehrervertretern ist daher Voraussetzung dafür, dass die Interessen der Schüler an erster Stelle stehen.


Im Gegensatz zu den Vertrauenslehrern, die auf schulischer Ebene aktiv werden, ist die Einsetzung von Verbindungslehrern auf Stadt-, Kreis- und Landesebene aus unserer Sicht klar abzulehnen. Diese Lehrkräfte, die die Arbeit auf höheren Ebenen oftmals über Jahre hinweg nachhaltig prägen, bringen in vielen Fällen einen stark ideologisch vorgeprägten Hintergrund mit und beeinflussen die Schülervertreter in ihrer Arbeit ohne Zweifel. Dabei ist deren Arbeit nicht notwendig für die Schülervertretung. Viele Beispiele in der Praxis zeigen, dass Schülergemeinschaften im Allgemeinen durchaus in der Lage sind, sich selbst zu verwalten.

 

Eine vernetzte Bundesschülervertretung

Im Rahmen des föderalen Bildungssystems agieren alle Landesschülervertretungen individuell und isoliert. Eine bundesweite Repräsentation und der Einsatz für gemeinsame Ziele ist unmöglich. Daher fordert die Schüler Union die Einrichtung einer gesetzlichen Bundesschülervertretung. Im Mittelpunkt der Forderung steht die Vernetzung und Kommunikation der Landesschülervertretungen.


Die Bundesschülerkonferenz soll als höchstes beschlussfassendes Organ mindestens einmal im Jahr und dabei immer zu Beginn des Schuljahres zusammentreten.  Die Tagung diskutiert und beschließt gemeinsame Grundsätze der Schülervertretungen und wählt den Bundesvorstand aus seiner Mitte. Das Gremium besteht dabei aus Delegierten aller Landesschülervertretungen  und dem Bundesvorstand.


Um einen möglichst hohen Bekanntheitsgrad und damit verbundene demokratische Legitimation der Delegierten zu erreichen, wählt jeder Stadt-/ Kreisschülerrat der Landesschülervertretungen einen Delegierten und entsendet diesen zur Bundesschülerkonferenz.


Der Bundesvorstand der Schülervertretung setzt sich für die Beschlüsse der Bundesschülerkonferenz ein und organisiert Veranstaltungen auf Bundesebene. Die Vertretung der Interessen der Schüler gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik ist seine wichtigste Aufgabe.


Weiterhin beobachtet und unterstützt er die Arbeit der Landesvertretungen. Als vermittelndes Organ zwischen Landes- und Bundesschülervertretung dient der Bundesauschuss, welcher aus jeweils einem Vertreter der Länder und dem Bundesvorstand besteht. Die Landesschülervertretungen  wählen dabei im Rahmen ihrer Tagung einen Delegierten für den Bundesauschuss. Als höchstes Gremium nach der Bundesschülerkonferenz tritt er mindestens vier Mal im Jahr zusammen und ist Plattform für Kommunikation, Koordination sowie für die Ausarbeitung gemeinsamer Positionen.



Rechenschaftspflicht
Darüber hinaus fordert die Schüler Union, dass die Schülervertretung nach jedem abgelaufenen Schuljahr einen stichwortartigen Rechenschaftsbericht ablegen muss. Dieser wird für alle Schüler einsehbar veröffentlicht. Die Mitglieder der Schüler Union sind sich einig: an Bildung und Mitbesti mmung darf nicht gespart werden. Schülervertretungen können nur gute Arbeit leisten, wenn ihnen hierzu genügend hohe finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Diese können sie für schulische und überschulische Projekte nutzen, um so die Gemeinschaft auf allen Ebenen zu stärken. Gleichzeitig kann auch eine erfolgreiche Arbeit in der Schülervertretung selbst nur funktionieren, wenn die benötigten Materialien zur Verfügung stehen. Daher müssen sie weiterhin finanziell gut ausgestattet werden und freie Hand im Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln haben. Dies bleibt notwendig, um die Meinungsvertretung unserer Schülerschaft zu garantieren und zu stärken. Die Verwendung der Mittel muss jedoch endlich transparent werden, damit in Zukunft eine Verschwendung der für die Schülerinteressen bestimmten Mittel ausgeschlossen wird. Bei der Mittelverwendung haben die Schülervertreter sowohl eine Verantwortung vor den Geldgebern, als auch vor uns Schülerinnen und Schülern. Die Schüler Union fordert daher nachdrücklich die Einführung der Rechenschaftspflicht der Schülervertretungen. Jedem Schüler müssen jederzeit die geplanten und getätigten Ausgaben auf Anfrage zugänglich gemacht werden. Auch die Bündnismitgliedschaften müssen bei der Rechenschaftspflicht mit einbezogen werden. So wird eine effiziente, transparente und ausgewogene Ausgabenpolitik garantiert und einseitige Ausgaben verhindert.

Schulkonferenz
Des Weiteren fordern wir eine paritätische Sitzverteilung in der Schulkonferenz an den Schulen. Die Schulkonferenz ist das höchste Gremium einer Schule. Die Schüler stehen im Mittelpunkt der Schulgemeinde und haben trotzdem in den Schulkonferenzen weniger Stimmberechtigte als die Lehrerschaft. Schüler, Eltern und Lehrer müssen hier gleichgestellt werden, um allen Beteiligten tatsächliche Mitbestimmung zu ermöglichen.